12/01/2007

Was so alles los war

Seit Minneapolis ist eigentlich nicht viel passiert. Wir hatten viel Training, sogar letzte woche während der Ferien. Wir hatten eine große Thanksgiving Party mit 3 Truthänen und 36 Leuten oder so. Sehr gut.
Außerdem spiele ich in einem Weihnachtstück mit, dass wir in der Kirche spielen. Sonst glaube ich ist nicht viel passiert. Dieses Wochenende soll es schwere Schneestürme geben und es hat unter -20°C. Das ist jetzt eigentlich nicht so schlimm, wenn ich gestern nich mit dem T-shirt aus der Schule muste wegen eines Probealarms. Oh man, ich habe gefroren!!! Das wars eigentlich.

Man sieht sich

Deniz

11/14/2007

Ausflug zu den Twin Cities(Minneapolis/St. Paul)

Letztes Wochenende war ich wie ihr oben sieht in den Twin Cities Minneapolis und St. Paul. Ich war dort ACES meiner amerikanischen Austauschsorganisation mit 57 anderen Austuaschschülern (größten Teils Deutsche). Es waren zwar nur zwei Tage (Freitag/Samstag), aber es war eine Erholung und der Ausflug hat mir gezeigt, das ich Frankfurt liebe und sie doch die beste Stadt der Welt ist. Ja es sind in mir in diesen zwei Tagen Emotionen hochgekommen, diese Städte haben mich so sehr an Frankfurt erinnert. Außerdem weiß ich jetzt, dass ich ein vollblut Großstädter bin. Das Schönste aber an der ganzen Sache aber war, dass ich deutsch sprechen konnte (obwohl es verboten war) und eine alte Freundin(nein sie ist nicht alt) getroffen habe.

Nun aber will ich erzählen wiees dort so war und was wir dort gemacht haben.
Am Freitagmorgen (wir waren von der Schule befreit) ging der Trip los genauer gesagt um 5 Uhr morgens. Die Fahrt war eigentlich relativ ereignislos, außer das ich zum ersten Mal einen lebenden Elch gesehen habe. Sonst war nichts.
In den Twin Cities angekommen treffen wir(Sam Zielke, Hugo, Jae, Tanat, Robert und ich) mit den anderen Leuten zusammen. Diese haben einen Bus gechartert mit dem wir dann zum ersten Ausflugsziel, dem Historischen Museum, gefahren sind. Ich muss euch sagen, dass dies nicht so ganz dicke toll war. Das größte Problem waren diese kleinen nervigen Amischüler, die durch das ganze Museum verteilt waren. Zweite Station war eine Kathetrale, wo J.F. Kennedy drin gesessen hatte und dritte war ein Mittagessen im Old Country Buffet(Der Höhepunkt bis dahin). Danach gingen wir zu einem Kunstmuseum(chrrr), sorry das war so langweilig. Dann aber, gingen wir zu dem absoluten Höhepunkt des Ausflugs, der Mall of America. Dies ist ein Einkauszentrum der Spitzenklasse. Vier Stockwerke und einen Erlebnispark in der Mitte, geil. Für den Erlebnispark hatte ich leider keine Zeit.
Wenn du in der Mall of America bist, hast du ein Problem. Dein Geld geht weg. Ich weiß nicht wie, denn es ist hier viel billiger als in Deutschland, aber hier gibt es so viele Läden, das du gezwungen bist all dein Geld auszugeben. Das habe ich dann auch getan, indem ich mir einen iPod classic (160 GB; schwarz) gekauft habe. Und das für ganze (bitte nicht neidisch sein) 250 Euro! Für das Geld bekommst du in Deutschland nur die 80 GB Version! Außerdem habe ich mir eine Southpole Jacke für 20 Euro gekauft. Tja, dass nenne ich Glück. Mein Pech am Ende war (oder es war mein Glück), dass die Geldautomaten am Ende dieses Tages kein Geld mehr drinnen hatten und mir in der ganzen Mall nur 60 Dollar gegeben wurden. Naja, es gibt auch andere Schicksale. Ein Junge aus Deutschland hat sich ein iBook Pro für 2099 Dollar (1345 Euro) gekauft. Was soll's.
Am Ende des Tages sind wir dann im Hotel schwimmen gegangen.
Am nächsten Tag dann sind wir um 11 Uhr vormittags in ein Dinner-Theater gegangen, nobel gekleidet (mit Hemd und Krawatte). Dort dann haben wir etwas zu essen bekommen und konnten danach ein gutes Musical genießen. Während der Pause gab es übrigens noch einen Desert. Dies dauerte bis um 16 Uhr nachmittags. Von da an gingen meine Gruppe (Sam und co.) und die Busgruppe wieder getrennte Wege.
Während die Busgruppe nämlich direkt nachhause fuhr, zeigte uns Sam die Downtown von Minneapolis und lies in mir heimische Emotionen hoch gehen. Es war cool.
Samstagabend dann sind wir zu hause angekommen.
Am Sonntag sind wir zu den Zielkes gegangen und haben uns entspannt und Spaß gehabt.
Ich bemerke jetzt, dass ich den Namen meiner Freundin nicht genannt habe. Sie ist den meisten von euch bekannt, es ist die Jenny. Oder wer sie nicht unter diesen Namen kennt, es ist die Jennifer Schäfer-Jasinski(Ich hoffe das habe ich richtig geschrieben).
Montags dann began das Basketballtraining und ich sage euch, das ist nicht das was die meisten von euch unter Training verstehen. 3 Stunden volle Power. Nur eine Minute Pause. Ich sage euch das tut weh. 35 Sprints und zwischen durchschnittlich allen 3 Sprints ein spezial Sprint (Bearwalk, Crabwalk, Sprünge mit beiden und mit einem Bein). Zwischendurch dann als Erholung 5 Freiwürfe. Fastbreak Übungen und so weiter und sofort. Wir musten auch den Boden putzen, was die schwerste Übung war, ich kann euch schwer beschreiben wie wir ihn putzen mussten, doch keinen Falls normal. Das hatte ich jetzt am Montag und am Dienstag. Heute hatten wir eine verkürzte Version, die nur 2 Stunden dauerte. Morgen muss ich um 5.45 Uhr morgens aufstehen, weil wir um 6 Training haben. Verrückt, oder? Meine Beine schmerzen und überhaupt alles. Egal wir kämpfen weiter. Ohne Übung, kein Meister, oder so etwas. AHHH mein Bein!!!

11/01/2007

Zeitspruuuuuuung!!!

Wow, hier in den USA passiert so viel, dass ich mit dem schreiben gar nicht hinterherkomme. Daher werde ich jetzt einiges überspringen. Es sind zwar so viel tolle Dinge passiert, doch leider auch sehr traurige, ja gar zertrümmernde. Von denen werde ich jetzt erzählen, denn ich sage euch ein Jahr in den USA ist einfach geil, doch nie ist alles perfekt.

Doch lasst uns doch erst einmal mit etwas gutem anfangen. Letztes Wochenende (ja ich weiß, dass ist jetzt ein sehr großer Zeitsprung vom letzten Bericht) waren wir in Green Bay. Falls jemand nicht weiß was das ist, was ich jetzt einmal von fast jedem annehme, Green Bay ist eine etwas größere (120.000 Einwohner) Stadt am Lake Michigan und hat ein renommiertes NFL Team namens Green Bay Packers. Nun ja, es war das erste mal seit meiner Ankunft in Chicago, dass ich in einer so großen Stadt war.^^

Jetzt fragen sich natürlich alle: „Und was hast du da jetzt gemacht?“ Ich war auf der Youth Convention. Das hat jetzt geholfen.^^ Um euch jetzt mal ans Licht zu führen, die Youth Convention ist ein großes Treffen von Jugendlichen Protestanten (Christen). „Bah, das war doch bestimmt langweilig.“, werden jetzt einige von euch sagen. Von wegen! Kirche ist hier was ganz anderes als in Deutschland. Ich sage euch es war pures Vergnügen. 3 Tage Christian Indie Rock pur. Und einen Pastor, da könnt ihr euch kaputt lachen. Christ sein ist cool, zumindest in den USA, denn hier gilt das Motto, bist du kein Christ bist du nix. Du solltest zumindest ein wenig über Jesus und Gott bescheid wissen, denn irgendwann wirst du in den USA damit konfrontiert (normalerweise).

Ich hatte das Pech (ich glaube eher das Glück?) in eine äußerst christliche Familie zu kommen. Das heißt jetzt aber nicht, dass die alle so total verblendet sind. Mein Gastvater liebt Deutschland und deutsches Bier. Deutsche sind hier cool und jeder will mir hier zeigen, dass er deutsch sprechen kann. Ich sage euch, das ist manchmal so lustig. Was die Politik angeht, solltet ihr doch lieber still sein, wenn ihr nichts darüber wisst, denn da sind die Amerikaner etwas seltsam. Mein Gastvater hat Clinton nicht gemocht, weil dieser nicht christlich genug war und Bush gewählt, weil dieser christlicher war als Al Gore, was ich persönlich bezweifle. Ich möchte jetzt nicht weiter darüber sprechen, ich will nur sagen, lasst euch nicht zu sehr von der Meinung der Amerikaner beeinflussen, sie sind in der Politik nicht so gut gebildet.

Nach dieser Exkursion, gehen wir zurück nach Green Bay. Wie gesagt, wir haben drei Tage und drei Nächte lang gerockt und gefeiert. Am Samstag haben wir Basketball gespielt, mussten aber einsehen, dass die Schwarzen um einiges besser als wir waren. Was sonst? Ach ja, am Sonntag waren wir essen. Ich sage euch perfekt. Old Countries Buffet. Einmal 10.97 $ bezahlen und dann so viel essen wie nur geht. Was ich an dem Tag gegessen habe, würde mich in Deutschland 50 € kosten. Dann war das Wochenende auch schon fast vorüber.

Fast und jetzt kommt eine sehr schockierende Geschichte, sehr traurig, eine Tragödie. Also genießt noch einmal die letzten Absätze, denn das ist jetzt sehr harte Kost, vor allem für mich.

Als wir am Sonntag Abend in der Kirche ankamen waren wir sehr müde, ich schlief auf der Bank. Nach der Kirche kam eine Bekannte von meiner Gastfamilie und erzählte mir dies.

Am Sonntag morgen um 3.00 Uhr ist bei einem Autounfall eine unserer Klassenkameradinnen ums Leben gekommen. Sie war die Fahrerin und nicht angeschnallt, wahrscheinlich etwas angetrunken (das weiß ich aber nicht). Auf dem Weg mit zwei Freundinnen ist ihr Auto auf glatter Fahrstrecke außer Kontrolle gekommen und umgestürzt. Bei dem Aufprall muss sie ihr Genick gebrochen haben. Die beiden anderen Mädchen wurden nur leicht verletzt (zumindest äußerlich.

Diese Woche war damit keine normale Woche an der Schule. Am Montag kein Unterricht, nur Trauer und viele Tränen. Ja es war sehr tragisch. Mitten in ihrem Leben. Sie war so nett und aktiv. Und plötzlich … war sie weg. Es ist sehr schwer zu begreifen, dass du sie nie mehr wieder siehst. Ein kalter Schauer läuft mir gerade über den Rücken, wenn ich schreibe. Ich kann nicht oft genug sagen wie hart es für uns Schüler war. Besonders für ihren Freund.

Am Dienstag versuchten wir wieder in den Schulalltag zurückzufinden, doch keine Chance, die Mädchen hängen nur herum, machen nichts. Die Band ist leise wie noch nie. Beim Volleyball fangen die Mädchen an wieder zu weinen (sie war eine Volleyballerin). Ja, nichts war normal.

Dann am Mittwoch (gestern), ich hatte die ganze Sache schon lange hinter mir (dachte ich), hoffte ich auf einen normalen Schultag. Wie immer ging ich in Eile (eine Minute vor Unterrichtsbeginn) aus dem Haus. Ich erwartete, dass ich zu spät war, doch dem war nicht so. Ich war der erste und der einzige aus meiner Klasse, genauso war es mit Robert. Niemand wusste genau wo sie waren, doch jeder dachte sich, dass sie die Trauerfeier vorbereiten. Ausgerechnet an Halloween war ihre Bestattung. Als erstes in der Kirche, wo ich zum ersten mal ihre Eltern und ihren Bruder sah. Dort waren sie alle, Verwandte, Bekannte, Freunde von der Familie, von ihr, von ihrem Bruder. Ja sogar die Freunde der Freunde und die Freunde der Verwandten und Bekannten kamen. Von überall her kamen sie, aus einem Umkreis von etwa 50-60 km. Ja, dies zeigt wie beliebt sie wahr. Und wenn es Himmel und Hölle gibt, dann sage ich euch eins, sie kommt mit 100%er Sicherheit in den Himmel. Damit ist auch dieser Tag ein Tag der Trauer.

Heute, kann ich mit Glück sagen, war alles normal. Der Schulalltag hat sich wieder in der Schule etabliert und es geht weiter ohne Jess (Jessica) Lynn Warren. Das Leben ist hart, doch das zeigt, wie plötzlich jemand aus deinem Leben ausradiert werden kann. Es geht weiter, sie würde es bestimmt nicht gewollt haben, dass wir noch länger um sie trauern. Also sind wir Glücklich, so gut wie es halt geht. Mit Gott, zumindest in den USA.

Es ist nie falsch an Gott zu glauben, denn wenn es ihn gibt ist es gut für dich und wenn nicht schadet es dir nicht, nein es hilft dir sogar, denn wenn du die Wörter der Bibel verstehst und denen vertraust bist du vielleicht ein nicht zu gebildeter aber auf jeden Fall ein guter Mensch.
Ein Jahr bin ich Christ, ein Jahr. Es ist einfacher für mich und für alle anderen.

10/11/2007

Die erste Woch

Lange ist es her, seitdem ich das letzte mal hier geschrieben habe, jetzt geht es aber zum Glück weiter.

Nach der ersten Nacht begann mein erster Tag in den USA (was für ein Wunder). Ich hatte Glück das es ein Sonntag(mit Sonne) war, so konnte ich mich mit meiner Familie etwas vertraut machen. Eigentlich ist an dem Tag nicht viel passiert, außer das ich mich mit meinen Gasteltern etwas unterhalten habe und mit meinen Eltern gechattet habe.

Am nächsten Tag begann dann (fast) das Real Life. Früh morgens mache ich mich mit Dave (meinen Gastvater) auf den Weg zur Schule, zum Schulleiter. Dieser war aber "leider" nicht da, so dass wir meine Kurswahl an dem Tag nicht bestätigen konnten. So hatte ich einen weiteren Tag frei, was mir übrigens nicht unangenehm war. Wir sind an dem Tag etwas rumgecruised (hoffentlich ist das richtig) und haben mir meine Schulsachen (Blocks und Ordner) gekauft. Zum Mittagessen ging es zum "Taco John" Tacos essen (Mjamm). Dann ging dieser Tag auch langsam dem Ende zu. Zuhause angekommen habe ich, glaube ich, noch einmal mit meiner Mutter gechattet und etwas (lange) mit Robert über Lan gespielt.

Dann aber am Dienstag ging es los. Zum Schulstart um 8.04 Uhr ging ich zum Schulleiter um meine Auswahl zu bestätigen.
Ich habe ausgewählt:
1. Stunde Info Processing
2. Stunde Study Hall(Hausaufgaben)(A days:Montag, Mittwoch und jeden zweiten Freitag)
PE (Sport) (B days:Dienstag,Donnerstag und jeden zweiten ...)
3. Stunde HS(High School) Band
4. Stunde Communications Technologies(Englisch)
5. Stunde US History
Lunch Time
6. Stunde Study Hall
7. Stunde Global Awareness
8. Stunde Advanced Math

Dass ist mein Stundenplan.

Und so ging es weiter und weiter. Am Mitwoch war ich in der Kirche bei der Youth Group. Am Donnerstag und Freitag war nix los.

Samstagmorgen. Wir bereiten uns für den Ausflug zu den Rainbowfalls vor und warten, dass uns eine andere Gastfamilie, die Zielkes (gesprochen Zilkie), abholt. Dann ist es so weit. Es geht los. Eine aufregende und spannende Fahrt und viel Spaß prägen diesen Tag. Wir spielen Fußball, ich befreunde mich mit einen der 8 Kinder der Zielkes, Malachi (gesp. Malakai), an. Wir gehen zu den Rainbowfalls und ich und Malachi sogar fast über. Ja. Das war vieeeel Spaß.

Am Sonntag war dann wieder Kirchentag und ich glaube es war nichts besonderes los.


Ihr fragt euch bestimmt warum ich jetzt alles so kurz schreibe. Naja. Es ist einfach so, dass ich ziemlich weit zurück hänge und versuche etwas Zeit aufzuholen.

Na dann, bis nächstes Mal

Deniz

9/27/2007

Ankunft in den USA

Nach fast 9 Stunden Flug komme ich erschöpft in Chicago, Illinois an. Wow, war ich beeindruckt von der Stadt und erst recht vom Flughafen. 5 Terminals, 3 mehr als in Frankfurt und 6 oder 8 Start- und Landebahnen zeugen von Größe. Doch dies ist nur eine Zwischenstation, denn 2 einhalb Stunden später geht der Flug nach Wausau los. Also ist Hektik angesagt, denn die Einreiseprozeduren in den USA dauern etwas lange. Erst musste ich zur Passkontrolle (ich kann mich glücklich schätzen einen Begleitservice bekommen zu haben, denn ich verstand kein Wort was die da zueinander sagten), diese bittet mich dann in eine Nebenkammer. Ersteinmal Schock! Warum das? Aber es war nur ein kurzes Interview mit einen Polizeibeamten. Als ich rauskam, konnte ich mit Glück feststellen, dass es mir nicht schlecht ergangen ist. Ein Reisekamerad von mir musste, Augenindentifizierung und Fingerabdrücke machen. Schnell ging es weiter zum Gepäck abholen. Ist dies geschehen, geht es weiter durch eine weitere Kontrolle und danach lässt du dein Gepäck einfach im Gang stehen(das ist wahr!). Jetzt kommen die üblichen Kontrollen, die wir auch aus Deutschland kennen. Anderthalb Stunden sind jetzt vergangen. Noch eine Stunde bis zum Anschlussflug und die Begleitung hat keinen Plan vom Flughafen. Mist!
Kurzer Hand entledigt sie sich von uns in einem Warteraum. ...
Noch 5 Minuten und keiner nimmt sich meiner an. Bis da eine schwarze Dame mich eher unfreundlich fragt ob ich Deniz sei. Ich bejahte dies und sie forderte mich mit einer seltsamen Geste dazu auf ihr zu folgen. Also komm ich mit ihr.
Im letzten Moment(wirklich im allerletzten Moment) komm ich ins Flugzeug rein und hinter mir schließt sich dann schon die Tür und es geht los.
Es war wohl der kürzeste und schlimmste Flug meines Lebens. Kurz nach Start und ein paar wackligen Kurven geht es schon wieder runter und ich bin in WAUSAU. Kaum nachdem ich aus dem Flugzeug gestiegen bin, sehe ich auch schon meine Gastfamilie (Gott lob das Internet und MSN). Also hol ich mein Gepäck ab und los geht die dreistündige Fahrt nach Mellen, in einem übrigens sehr bequemen Auto.
Auf der Fahrt unterhalten wir uns viel und trotz des langen Fluges bin ich nicht im geringsten müde.
Dort angekommen, pack ich meine sachen aus und mache mich mit dem Haus etwas vertraut.
Dann geht es langsam der ersten Nacht in den USA zu.

9/22/2007

Statement oder "Wie ich in die USA kam"

Der Titel sagt ja schon über was ich jetzt sprechen will.
Schon vor ungefähr anderthalb Jahren habe ich mir in den Kopf gesetzt ins Ausland zu gehen. Warum? Ich wollte einfach mal woanders hin, etwas neues kennen lernen. Also machten wir uns auf die Suche nach Möglichkeiten. Eigentlich wollte ich nach Neu Seeland, doch das war uns dann doch zu teuer (14.000 €), so dass ich mich letztendlich für die USA entschieden hab.

Dort gab es natürlich auch verschiedene Möglichkeiten. Als erstes versuchte ich es mit der günstigeren Variante, dem Stipendium.

Da dies nicht klappte, musste ich mich für die normale Variante, dem einfachen Austausch, entscheiden. Da es schon sehr spät für Anmeldungen war(es war ende Februar und ich hatte nur noch einen Monat Zeit), musste ich alles ziemlich schnell machen. Aber ich habe das alles hingekriegt und bis ende Juni hatte ich auch schon mein Visum. Jetzt begann das lange warten. Ich konnte zu jedem Zeitpunkt bescheid bekommen, das hieß, dass der Urlaub in den Sommerferien ins Wasser fiel. Und so warteten wir und warteten und warteten.

Als ich Ende der Sommerferien noch nicht bescheid bekommen habe, musste ich realisieren, dass ich noch einmal in die Schule musste. Mist. Also ging ich zur Schule und wartete weiter. In der letzten Augustwoche, am Dienstag, kam eine Horrornachricht für mich. Die Organisation schrieb, dass es unter Umständen zu keiner Platzierung kommen könnte. Es war für mich der Untergang. Aber sie hatten noch Zeit bis zum Ende der Woche. Also wartete ich.

Freitag, 31. August 2007, es war wohl der schlimmste Tag für mich. Es war der letzte Tag wo eine Platzierung reinkommen konnte und es kam keine. Enttäuschung. Ich musste realisieren, das mein großer Traum geplatzt war. Doch Halt! Es gibt ja die Zeitverschiebung, fast ohne Hoffnung musste ich das Wochenende überstehen um endgültig bescheid zu wissen.

Montag, 3. September 2007, nach einem langen Schultag kam ich erschöpft nach Hause. Mein Bruder stand schon an de Wohnungstür und grinste. Er fragte mich ob ich etwas nicht besonders gerne haben möchte. Und das war der Moment. Mein Herz sank bis zum Erdkern und sprang gleichzeitig bis zum Mond. Ich warf meine ganzen Sachen hin und hüpfte und schrie:"Scheiße!" Ja, das war das Wort der Erlösung. Ich begann zu heulen, es war zu schön um wahr zu sein, ich flog in die USA.

Ich weiß, dass der Text doch etwas lang geraten ist, doch es hat mir gut getan, dies alles zu schreiben.

Deniz

Hallo

Hi,
ich habe diesen Blog erstellt, damit alle sich mit mir freuen oder mit mir leiden können. Außerdem sollen meine Bekannten und Freunde bescheid wissen wie es mir geht u.s.w..

Ich berichte hier in hoffentlich regelmäßigen Abständen über meine Erlebnisse hier in den USA.

An Alle die mich nicht kennen, ich verbringe ein sogenanntes High School Jahr bei einer Familie in den USA.

Ich könnte jetzt natürlich eine Ewigkeit über meine Leiden vor meiner Reise in die USA erzählen. Ich denke der Großteil von denen die mich kennen, wissen bescheidt. Doch dazu habe ich jetzt gar kein Bock, also belasse ich es bei einem kurzen Statement zu dieser Geschichte. Ich werde es später verfassen, denn jetzt habe ich Hunger und gehe frühstücken.

Also, bis bald,
Deniz