Nach fast 9 Stunden Flug komme ich erschöpft in Chicago, Illinois an. Wow, war ich beeindruckt von der Stadt und erst recht vom Flughafen. 5 Terminals, 3 mehr als in Frankfurt und 6 oder 8 Start- und Landebahnen zeugen von Größe. Doch dies ist nur eine Zwischenstation, denn 2 einhalb Stunden später geht der Flug nach Wausau los. Also ist Hektik angesagt, denn die Einreiseprozeduren in den USA dauern etwas lange. Erst musste ich zur Passkontrolle (ich kann mich glücklich schätzen einen Begleitservice bekommen zu haben, denn ich verstand kein Wort was die da zueinander sagten), diese bittet mich dann in eine Nebenkammer. Ersteinmal Schock! Warum das? Aber es war nur ein kurzes Interview mit einen Polizeibeamten. Als ich rauskam, konnte ich mit Glück feststellen, dass es mir nicht schlecht ergangen ist. Ein Reisekamerad von mir musste, Augenindentifizierung und Fingerabdrücke machen. Schnell ging es weiter zum Gepäck abholen. Ist dies geschehen, geht es weiter durch eine weitere Kontrolle und danach lässt du dein Gepäck einfach im Gang stehen(das ist wahr!). Jetzt kommen die üblichen Kontrollen, die wir auch aus Deutschland kennen. Anderthalb Stunden sind jetzt vergangen. Noch eine Stunde bis zum Anschlussflug und die Begleitung hat keinen Plan vom Flughafen. Mist!
Kurzer Hand entledigt sie sich von uns in einem Warteraum. ...
Noch 5 Minuten und keiner nimmt sich meiner an. Bis da eine schwarze Dame mich eher unfreundlich fragt ob ich Deniz sei. Ich bejahte dies und sie forderte mich mit einer seltsamen Geste dazu auf ihr zu folgen. Also komm ich mit ihr.
Im letzten Moment(wirklich im allerletzten Moment) komm ich ins Flugzeug rein und hinter mir schließt sich dann schon die Tür und es geht los.
Es war wohl der kürzeste und schlimmste Flug meines Lebens. Kurz nach Start und ein paar wackligen Kurven geht es schon wieder runter und ich bin in WAUSAU. Kaum nachdem ich aus dem Flugzeug gestiegen bin, sehe ich auch schon meine Gastfamilie (Gott lob das Internet und MSN). Also hol ich mein Gepäck ab und los geht die dreistündige Fahrt nach Mellen, in einem übrigens sehr bequemen Auto.
Auf der Fahrt unterhalten wir uns viel und trotz des langen Fluges bin ich nicht im geringsten müde.
Dort angekommen, pack ich meine sachen aus und mache mich mit dem Haus etwas vertraut.
Dann geht es langsam der ersten Nacht in den USA zu.
9/27/2007
9/22/2007
Statement oder "Wie ich in die USA kam"
Der Titel sagt ja schon über was ich jetzt sprechen will.
Schon vor ungefähr anderthalb Jahren habe ich mir in den Kopf gesetzt ins Ausland zu gehen. Warum? Ich wollte einfach mal woanders hin, etwas neues kennen lernen. Also machten wir uns auf die Suche nach Möglichkeiten. Eigentlich wollte ich nach Neu Seeland, doch das war uns dann doch zu teuer (14.000 €), so dass ich mich letztendlich für die USA entschieden hab.
Dort gab es natürlich auch verschiedene Möglichkeiten. Als erstes versuchte ich es mit der günstigeren Variante, dem Stipendium.
Da dies nicht klappte, musste ich mich für die normale Variante, dem einfachen Austausch, entscheiden. Da es schon sehr spät für Anmeldungen war(es war ende Februar und ich hatte nur noch einen Monat Zeit), musste ich alles ziemlich schnell machen. Aber ich habe das alles hingekriegt und bis ende Juni hatte ich auch schon mein Visum. Jetzt begann das lange warten. Ich konnte zu jedem Zeitpunkt bescheid bekommen, das hieß, dass der Urlaub in den Sommerferien ins Wasser fiel. Und so warteten wir und warteten und warteten.
Als ich Ende der Sommerferien noch nicht bescheid bekommen habe, musste ich realisieren, dass ich noch einmal in die Schule musste. Mist. Also ging ich zur Schule und wartete weiter. In der letzten Augustwoche, am Dienstag, kam eine Horrornachricht für mich. Die Organisation schrieb, dass es unter Umständen zu keiner Platzierung kommen könnte. Es war für mich der Untergang. Aber sie hatten noch Zeit bis zum Ende der Woche. Also wartete ich.
Freitag, 31. August 2007, es war wohl der schlimmste Tag für mich. Es war der letzte Tag wo eine Platzierung reinkommen konnte und es kam keine. Enttäuschung. Ich musste realisieren, das mein großer Traum geplatzt war. Doch Halt! Es gibt ja die Zeitverschiebung, fast ohne Hoffnung musste ich das Wochenende überstehen um endgültig bescheid zu wissen.
Montag, 3. September 2007, nach einem langen Schultag kam ich erschöpft nach Hause. Mein Bruder stand schon an de Wohnungstür und grinste. Er fragte mich ob ich etwas nicht besonders gerne haben möchte. Und das war der Moment. Mein Herz sank bis zum Erdkern und sprang gleichzeitig bis zum Mond. Ich warf meine ganzen Sachen hin und hüpfte und schrie:"Scheiße!" Ja, das war das Wort der Erlösung. Ich begann zu heulen, es war zu schön um wahr zu sein, ich flog in die USA.
Ich weiß, dass der Text doch etwas lang geraten ist, doch es hat mir gut getan, dies alles zu schreiben.
Deniz
Schon vor ungefähr anderthalb Jahren habe ich mir in den Kopf gesetzt ins Ausland zu gehen. Warum? Ich wollte einfach mal woanders hin, etwas neues kennen lernen. Also machten wir uns auf die Suche nach Möglichkeiten. Eigentlich wollte ich nach Neu Seeland, doch das war uns dann doch zu teuer (14.000 €), so dass ich mich letztendlich für die USA entschieden hab.
Dort gab es natürlich auch verschiedene Möglichkeiten. Als erstes versuchte ich es mit der günstigeren Variante, dem Stipendium.
Da dies nicht klappte, musste ich mich für die normale Variante, dem einfachen Austausch, entscheiden. Da es schon sehr spät für Anmeldungen war(es war ende Februar und ich hatte nur noch einen Monat Zeit), musste ich alles ziemlich schnell machen. Aber ich habe das alles hingekriegt und bis ende Juni hatte ich auch schon mein Visum. Jetzt begann das lange warten. Ich konnte zu jedem Zeitpunkt bescheid bekommen, das hieß, dass der Urlaub in den Sommerferien ins Wasser fiel. Und so warteten wir und warteten und warteten.
Als ich Ende der Sommerferien noch nicht bescheid bekommen habe, musste ich realisieren, dass ich noch einmal in die Schule musste. Mist. Also ging ich zur Schule und wartete weiter. In der letzten Augustwoche, am Dienstag, kam eine Horrornachricht für mich. Die Organisation schrieb, dass es unter Umständen zu keiner Platzierung kommen könnte. Es war für mich der Untergang. Aber sie hatten noch Zeit bis zum Ende der Woche. Also wartete ich.
Freitag, 31. August 2007, es war wohl der schlimmste Tag für mich. Es war der letzte Tag wo eine Platzierung reinkommen konnte und es kam keine. Enttäuschung. Ich musste realisieren, das mein großer Traum geplatzt war. Doch Halt! Es gibt ja die Zeitverschiebung, fast ohne Hoffnung musste ich das Wochenende überstehen um endgültig bescheid zu wissen.
Montag, 3. September 2007, nach einem langen Schultag kam ich erschöpft nach Hause. Mein Bruder stand schon an de Wohnungstür und grinste. Er fragte mich ob ich etwas nicht besonders gerne haben möchte. Und das war der Moment. Mein Herz sank bis zum Erdkern und sprang gleichzeitig bis zum Mond. Ich warf meine ganzen Sachen hin und hüpfte und schrie:"Scheiße!" Ja, das war das Wort der Erlösung. Ich begann zu heulen, es war zu schön um wahr zu sein, ich flog in die USA.
Ich weiß, dass der Text doch etwas lang geraten ist, doch es hat mir gut getan, dies alles zu schreiben.
Deniz
Hallo
Hi,
ich habe diesen Blog erstellt, damit alle sich mit mir freuen oder mit mir leiden können. Außerdem sollen meine Bekannten und Freunde bescheid wissen wie es mir geht u.s.w..
Ich berichte hier in hoffentlich regelmäßigen Abständen über meine Erlebnisse hier in den USA.
An Alle die mich nicht kennen, ich verbringe ein sogenanntes High School Jahr bei einer Familie in den USA.
Ich könnte jetzt natürlich eine Ewigkeit über meine Leiden vor meiner Reise in die USA erzählen. Ich denke der Großteil von denen die mich kennen, wissen bescheidt. Doch dazu habe ich jetzt gar kein Bock, also belasse ich es bei einem kurzen Statement zu dieser Geschichte. Ich werde es später verfassen, denn jetzt habe ich Hunger und gehe frühstücken.
Also, bis bald,
Deniz
ich habe diesen Blog erstellt, damit alle sich mit mir freuen oder mit mir leiden können. Außerdem sollen meine Bekannten und Freunde bescheid wissen wie es mir geht u.s.w..
Ich berichte hier in hoffentlich regelmäßigen Abständen über meine Erlebnisse hier in den USA.
An Alle die mich nicht kennen, ich verbringe ein sogenanntes High School Jahr bei einer Familie in den USA.
Ich könnte jetzt natürlich eine Ewigkeit über meine Leiden vor meiner Reise in die USA erzählen. Ich denke der Großteil von denen die mich kennen, wissen bescheidt. Doch dazu habe ich jetzt gar kein Bock, also belasse ich es bei einem kurzen Statement zu dieser Geschichte. Ich werde es später verfassen, denn jetzt habe ich Hunger und gehe frühstücken.
Also, bis bald,
Deniz
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